Baguette meets Brezn: Part 2

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Bienvenue à Ingolstadt!

Mit zwei großen Flaggen in den Farben von Deutschland und Frankreich standen 16 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler in Begleitung von Herrn Schrock am 23.03.26 gemeinsam am Bahnhof. Aber was machen 16 Apianerinnen und Apianer ohne Koffer, dafür aber ausgestattet mit Flaggen, am Ingolstädter Hbf? Natürlich unsere Straßburger begrüßen. Denn in der Schulwoche vor den Osterferien fand von Montag bis Freitag der französische Gegenbesuch bei uns statt. Was wir im Dezember alles in Straßburg erlebt haben, seht ihr hier: Zu Besuch à la capitale de Noël

Die Wiedersehensfreude war groß, genauso wie die Vorfreude auf die nächsten Tage. Den ersten Abend nutzten wir, um unseren Austauschpartnern unser Zuhause zu zeigen.

Der erste Tag in Deutschland stand für die Franzosen unter einem Motto: Schule. Sie besuchten mit uns den Vormittagsunterricht und am Nachmittag bauten wir ein kleines Buffet auf, zu dem jeder der deutschen Schüler etwas beigetragen hatte. Danach begann der dritte Teil der Erasmus+ Projektarbeit, deren Vorarbeit wir bereits in Straßburg geleistet hatten. Wir beschäftigten uns in Gruppen mit wichtigen Themen rund um die deutsch-französische Freundschaft und Vergangenheit, die auch von schrecklichen Ereignissen geprägt ist. Eine Gruppe führte Interviews mit französischen und deutschen Jugendlichen, um ihre Sicht auf die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich zu erhalten, während eine andere sich mit den Gedenkstätten Dachau und Alsace-Moselle befasste. Um 17 Uhr endete der Tag und wir ließen den Abend mit unseren corres ausklingen.

Am Mittwoch war das Programm dafür umso ereignisreicher: wir fuhren nach München. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt, die von UNO-Spielen geprägt war, kamen wir um etwa halb 11 am Münchener Hauptbahnhof an. Zunächst lauschten wir dem bekannten Glockenspiel beim Rathaus am Marienplatz, welches täglich tausende Touristen und auch Einheimische begeistert. Weiter ging es dann zum nächsten Stopp unserer kleinen Stadtführung: Die Münchener Frauenkirche. Dort erfuhren wir, dank Frau Schall und Herrn Schrock, einige Informationen über die Geschichte dieser Kirche. Wusstet ihr, dass man beim Betreten einen Fußabdruck auf dem Boden findet? Dieser gehört der Legende nach dem Teufel, der dem Erbauer half, die Kirche zu errichten, aber dafür verlangte, dass keine Fenster eingebaut werden würden. Natürlich besitzt die Frauenkirche Fenster, aber von dem Platz, an dem der Abdruck weilt, sieht es tatsächlich so aus, als wäre sie fensterlos.

 Unser letzter Abstecher ging zum „Alten Peter“. Dort führten uns 306 Stufen auf dem Turm, wo uns ein schöner Rundblick über München erwartete. Anschließend hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit, um mit unseren Austauschpartnern München zu erkunden und Mittag zu essen.

Um 13.45 Uhr startete die nächste spannende Aktivität. Allerdings weit entfernt von der Münchener Innenstadt. Um 13.45 Uhr begann unsere Führung in der Allianz Arena. Wir lernten viel Neues über das beeindruckende Stadion des FC Bayern München, beispielsweise dass es bei seinem Bau gar nicht nur für den FC Bayern gedacht war, sondern auch für den TSV 1860 München. Wir bestaunten die einzigartige Optik der Arena, besuchten die Zuschauerränge und schließlich – als Highlight der Führung – die Kabine der Spieler. Vermutlich hatte keiner von uns zu Beginn des Tages erwartet, dass wir auf den gleichen Plätzen sitzen würden, wie die Mannschaft des FC Bayern vor einem Spiel. Doch damit war die Führung noch nicht vorbei. In zwei Teams durften wir, natürlich begleitet mit der richtigen Musik, durch den berühmten Tunnel hinauf ins Stadion gehen. Als Abschluss testeten wir noch die Spielerbank, die nicht nur bequem, sondern sogar mit einer eigenen Sitzheizung ausgestattet ist. Nach dem Besuch der Arena, hatten wir noch etwas Zeit, das danebenliegende Museum des FC Bayern zu besichtigen, genauso wie den Fanshop. Abends kamen wir dann, nach einem gelungenen und ereignisreichen Tag, wieder in Ingolstadt an.

Der Donnerstag war für uns Deutsche etwas unspektakulärer, wir hatten ganz normal Unterricht, denn unsere französischen Austauschpartner fuhren an diesem Tag nach Dachau, um das KZ und die Gedenkstätte zu besuchen. Dieser Programmpunkt war auch wichtig für unsere Erasmus+ Projektarbeit, da wir so die Möglichkeit hatten, die Gedenkstätten Dachau und Alsace-Moselle zu vergleichen, die beide einen großen Beitrag zur Aufarbeitung und Aufklärung dieser schmerzhaften Vergangenheit leisten.

Den letzten Abend verbrachten wir dann alle gemeinsam bei BOB’S Rock&Bowl. Dort spielten wir in verschiedenen Teams und das Bowlen, bei welchem Herr Schrock sich als wahrer Profi entpuppte, war ein schöner und lustiger Ausklang für diese Woche. Um 20 Uhr ging es dann nach Hause, schließlich musste noch gepackt und die verbleibende Zeit genutzt werden.

Am Freitag war leider auch schon der letzte Tag dieses Austausches, doch bevor es für unsere Franzosen nach Hause ging, hatten wir noch einiges vor. Wir begannen den Tag mit einer Stadtrallye durch Ingolstadt, wo auch wir Ingolstädter die wichtigen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt, wie das Kreuztor, den Taschenturm oder das neue Schloss noch einmal neu kennenlernten. Wisst ihr z.B. was sich oben auf dem Hauptturm des Kreuztors befindet? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Zurück am Apian stellten wir schließlich unsere Projektarbeiten vor. Wir sahen z.B. ein kleines Theaterstück über Stolpersteine und lauschten Briefe von französischen und deutschen Gefangenen im zweiten Weltkrieg. Diese Vorstellung gab uns einen tieferen Einblick in die deutsch-französische Vergangenheit und Gegenwart. Genau solche Themen, mit denen wir uns dank Erasmus befasst haben, zeigen, wie wichtig es ist, in einem starken Europa zu leben und gerade als junge Generation über Ländergrenzen hinweg zusammenzuhalten und neue Kulturen kennenzulernen. Das und noch vieles mehr hat uns dieser Austausch gebracht. Wir hatten viel Spaß, sowohl auf den Weihnachtsmärkten im Dezember in Straßburg, als auch in der Allianz Arena in München. Viele Freundschaften wurden geschlossen, die hoffentlich noch lange über diesen Austauch hinweg halten werden. Daher geht auch ein großer Dank an Herrn Schrock und Frau Naujoks, für die Organisation dieses Projekts, sowie an alle Lehrer auf deutscher und französischer Seite, die uns während dieser Wochen begleitet haben.

Zu guter Letzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf das Ende dieser Woche. Wir brachten unsere Austauschpartner alle gemeinsam zum Bahnhof, wo wir Abschied nahmen. Als der Zug losfuhr und ein paar von uns ein Stück bis zum Ende des Gleises mitliefen, fand der deutsch-französische Austausch zwischen Ingolstadt und Straßburg dann für dieses Jahr ein Ende…Aber natürlich bleiben wir mit unseren Freunden in Kontakt und die nächsten Treffen sind schon geplant.

A bientôt! Bis bald!

 

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