Vertauschte Welten und Noemi mittendrin

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von Kenza Mili

1.Kapitel: Bamberg oder Paris                     

Donnerstag,14.März

<<Noemi, ich bin zuhause.>>Oh Mist Mom ist da, schnell raus hier, dachte ich mir. Ich war gerade in ihrem Zimmer. Unten angekommen gab ich ihr einen Kuss und umarmte sie.

Sorry, ich habe vergessen mich vorzustellen, ich bin Noemi Paschke, 14 Jahre alt und gehe in die 8a. Ich nahm meiner Mutter die Jacke und die Tasche ab und sie bedankte sich. Mom arbeitet als Pflegerin im Tierheim, wir selbst haben auch einen Hund, Sugar. <<Mamaa>>, schrie Tobi, mein kleiner Bruder aus dem Garten, <<ich habe etwas gefunden!>>

Ich lief zu ihm rüber und … ich wünschte ich hätte es nicht getan. Er hat Würmer gefunden, eklige, ringelnde Würmer. Mom sah meinen angeekelten Gesichtsausdruck und kicherte leise, dann ging sie in die Küche, ich folgte ihr. In der Küche saß schon mein älterer Bruder Finn <<Hey, Noemi>> flüsterte er, <<hast du wieder schön in Mamas und Papas Privatsachen herumgewühlt?>>

Ich erstarrte für einen kurzen Moment, doch dann ignoriert ich ihn einfach. Wenn ihr euch jetzt fragt <<Noemi! Stimmt das, was dein Bruder sagt?>> Ich will es erklären, meine Mutter ist blond und blauäugig, mein Vater ist rothaarig und braunäugig. Meine beiden Brüder kommen nach meiner Mutter und meine Babyschwester Celine ist eine Mischung aus beiden. Doch ich bin braunhaarig und mein linkes Auge ist grün und mein rechtes braun.Deswegen suche ich ein Adoptionsformular, um meinen Verdacht zu bestätigen.

Ich ging in mein Zimmer, setzte mich auf meine kleine, hellbraune Couch und schaute in meinem Zimmer herum, meine Füße gruben sich in meinen kuscheligen, moosfarbenen Teppich.

Die ganzen Pflanzen hier erinnerten mich an den Wald. Ich habe auch kleine Pilze aus Ton gebastelt, die hier überall sind. An einer Wand meines Zimmers erlaubte mir Dad, sie anzumalen, natürlich habe ich einen Wald gemalt, in dem sich ein Fuchs versteckt. Kurz gesagt mein Zimmer ist in die Farben des Waldes getaucht: alle möglichen Grüntöne, Braun und Orange. Einige Sachen sind auch aus Holz, mein kleiner Couchtisch. <<Noemi, Tobi, Finn, Abendessen ist fertig!>>, rief Mom aus der Küche.

Ich wollte grade die Treppe runter gehen, als sich meine beiden Brüder an mir vorbeidrängten, <<Pizza! Pizza!>>, riefen sie immerzu. Stimmt ich hab‘ ja voll vergessen. dass Donnerstag, Pizza-Tag, ist.

Meine Lieblingspizza ist Pizza Funghi, das ist die, die mit Pilzen belegt ist und das Gute daran ist, dass ich immer eine ganz allein für mich bekomme, weil der Rest meiner Familie die nicht mag. <<Hallo Dad. Wie war es heute am Gymnasium?>>, fragte ich, denn mein Vater ist Mathe- und Französischlehrer am Gymnasium. <<Gut>>, erwiderte er darauf, <<ich muss heute nur einen Haufen Mathematik-Stegreifaufgaben korrigieren.>> Was er mit ´nur´ meint, verstehe ich immer noch nicht, aber ich hab‘ ihm schon 100mal gesagt, dass es Mathe-Ex heißt, aber ich versuchte mich einfach auf meine Pizza zu konzentrieren.

Nach dem Abendessen zogen wir uns alle unsere Pyjamas an. Weil ich wie immer als erstes fertig war, musste ich mich um Celine kümmern. Ich hab‘ ihr die Windel gewechselt und ihr ihren Schlafanzug angezogen. Mom, Celine und ich haben den gleichen pinken Blumenpyjama. Dad, Tobi und Finn haben den gleichen Autopyjama, Finn ist genauso wenig davon beeindruckt wie ich, aber Mom macht das glücklich, sie mag es nämlich zu sehen, wie die Familie gemeinsam ist.

Zuerst brachte Mom Celine ins Bett, dann Tobi und mir sagte sie, dass ich um spätestens 22 Uhr im Bett liegen muss. Finn darf eigentlich bis 23 Uhr wach bleiben, aber aus irgendeinem Grund ging er schon um 21:30 Uhr in sein Zimmer und machte das Licht aus. Ich bin mir aber sicher, dass er noch mit seiner Freundin Natascha schreibt.

Zwischen mir und Finn ist es nämlich so: ich weiß Sachen über ihn, die unsere Eltern nicht wissen und er weiß Sachen über mich, die unsere Eltern auch nicht wissen, das heißt, wenn er unseren Eltern sagt, dass ich in ihren Privatsachen wühle, sag ich ihnen, dass er eine Freundin hat.

Nachdem ich mich vergewissert habe, dass meine Eltern mit fernsehen beschäftigt waren, schlich ich mich wieder in ihr Zimmer, nachdem ich zum 100.Mal in der unteren Schublade nachgesehen habe, fiel mir auf, dass  da ein herausnehmbarer Boden ist. Ich hob diesen auf und …

 

Fortsetzung folgt!

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