Apian unterwegs

Hoch hinaus

Bumm! Die Lampe schwingt hin und her und Sand rieselt auf uns herab. Auf zehn Metern Höhe ist es nach einem Schock kurz still.

Wir befinden uns hier aber nicht auf einer Baustelle, sondern im Lager eines Möbelgeschäfts, welches ihr alle kennt: wir, die Klasse 10d, besuchten am Dienstag, den 28.04.2026, Möbel Gruber.

Als wir am Vormittag in Gaimersheim ankamen, wurden wir zunächst einmal herzlich begrüßt und erfuhren im Erdgeschoss des Möbelhauses einiges über das Unternehmen selbst. Möbel Gruber ist ein Familienunternehmen, welches seit diesem Jahr bereits von der dritten Generation geleitet wird. Gegründet wurde es 1968. Das Geschäft besitzt über 40.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, was ein beeindruckendes Sortiment an Möbeln und Wohnaccessoires mit sich bringt. Außerdem ist Möbel Gruber auch Ausbildungsstätte, wo man Berufe wie Gestalter für visuelles Marketing erlernen kann. Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich nämlich der Grund, weshalb man in seiner Kindheit immer ins Möbelhaus wollte. Denn wer war denn nicht begeistert von den Einrichtungen der verschiedensten Zimmer, in denen praktisch jedes Bett eine eigene Rutsche besaß. Genau diese Räume sind der Arbeitsplatz solcher Gestalter.

Nach dieser informativen Einführung ging es dann zum eigentlichen Ziel der Exkursion. Dank dem Wirtschaftsinformatikunterricht von Frau Stanner wussten wir bereits viel über Formen der Lagerhaltung. Möbel Gruber besitzt beispielsweise die sogenannte chaotische Lagerhaltung. Das System dahinter ist es, kein System zu haben. Klingt schräg, gibt es aber wirklich. In der Realität sieht das so aus: Jedes Produkt wird dort gelagert, wo gerade Platz ist. Dieser Lagerort wird danach in eine analoge oder digitale Liste eingetragen und dann ins System übertragen. So kann es z.B. passieren dass zwar die Teile eines ganzen Bettes an einem Ort zu finden sind, man für das Zusammenstellen eines Schrankes aber vielleicht einmal durch das ganze Lager muss. So eine Lagerhaltung hat also Vor-/und Nachteile. Für uns stand als nächstes das Highlight der Führung auf dem Programm. Wir durften in Gruppen von jeweils sechs Leuten den sogenannten Komissionerstapler betreten. Dieser sieht aus wie ein großer Gitterkäfig mit einem Fahrersitz zur Steuerung. Darin ging es für uns hoch hinaus – etwa auf eine Höhe von 10m. So ein Komissionierer wird verwendet, um auch Produkte aus den oberen Teilen des Lagers zu entnehmen. Dafür kann dieser Käfig nicht nur nach oben fahren, sondern auch nach vorne und zurück.

FunFact: Den Kommissionierer betritt meist nur ein Mitarbeiter. Jeder Lagermitarbeiter muss einen Kurs belegen, damit er sich zurück zum Boden abseilen kann, falls die Maschine mal ausfallen sollte.

Das blieb unserer Klasse zum Glück erspart, denn selbst als beim Hochfahren der dritten Gruppe die Deckenlampe leicht berührt wurde, war der Komissionierer danach noch voll funktionsfähig. Somit kamen also alle unbeschadet wieder unten an.

Nachdem wir auch diese Perspektive gesehen hatten, versammelten wir uns nacheinander in den Haupträumen des Geschäfts. Dort wurden unsere letzten Fragen beantwortet und wir erhielten Exemplare des bekannten Möbel Gruber Meterstabes.

Am Ende des Besuches hatten wir noch etwas Freizeit, in der wir das große Sortiment betrachteten. Da das Spieleparadies aber leider geschlossen hatte, fuhren wir dann wieder zurück zum Apian.

Vielen Dank an Möbel Gruber und an Frau Stanner, Herrn Ried und Frau Becker für die Begleitung dieses Ausflugs.

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