Eine Reise nach Porto

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Im Nordwesten Portugals befindet sich Porto. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist berühmt für seinen Portwein, die historischen Brücken, die über den Fluss „Douro“ reichen und vieles mehr.

Ich zeige euch daher heute in unserem Apollo-Reiseführer, warum die Stadt sehenswert ist.

Die Altstadt Portos ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Und mit ihr beginnen wir auch. Das Gefühl, wenn man sich in diesem Teil der Stadt befindet ist ein besonderes. Einerseits gibt es dort enge Gassen und andererseits imposante Bauwerke und kleine Grünflächen. Eine Sehenswürdigkeit dort ist der Börsenpalast (port. Palácio da Bolsa). 1842 erbaut diente es als Börse und Handelskammer. Denn Porto war in dieser Zeit ein wichtiger Handelspunkt. Im Inneren ist er prächtig gestaltet und daher auch ein sehr beliebter Ort für Touristen. Besonders beeindruckend ist, meiner Meinung nach, der Arabische Saal (port. Salao Arabe). Hier treffen Mosaike und Goldverkleidungen u.a. an Säulen auf einen Holzboden mit Ornamenten. Dies sorgt für eine einzigartige Wirkung. Das Gebäude ist täglich von 9.00 bis ca. 18.00Uhr mit einer kleinen Unterbrechung zu besuchen. Möglich ist das allerdings nur mit Führungen, die etwa 30 Minuten dauern und in verschiedenen Sprachen buchbar sind. Der Preis für die Tickets beträgt 12€ für Erwachsene. Für Kinder gibt es eine Ermäßigung. Zu erwarten sind etwas längere Wartezeiten, da der Börsenpalast, wie vorher bereits angesprochen, ein regelrechter „Touristen-Magnet“ ist              

                                              

In der Altstadt springt einem noch eine weitere Sache sofort ins Auge. Das Äußere der Gebäude (z.B. Kirchen) besteht oft aus Kacheln. Diese, auf portugiesisch heißen sie übrigens „Azulejos“, sind klassischerweise blau und weiß und erzählen beispielsweise Szenen aus der Bibel. Das ist typisch für Portugal und ich finde, die Gebäude sehen sehr schön damit aus.                                                                                                                                   

Ein interessantes Beispiel für diese Kachel-Kunst ist außerdem der Bahnhof Sao Bento. Der Bahnhof? Allerdings, und zwar dessen Vorhalle. Dort findet man insgesamt 20.000 Fliesen aus Keramik, die Episoden der Geschichte Portugals erzählen. Noch dazu ist der Bau des Bahnhofes äußerst sehenswert.                                                                                                                                                                                           

Schlendert man nun hinunter zur Uferpromenade, befindet man sich in dem Teil der Altstadt, der den Namen „Ribeira“ trägt. Sein Mittelpunkt ist genau diese Promenade des Douros. Eine prägnante Sehenswürdigkeit dort ist die Ponte Dom Luís 1. Sie gehört zu den sechs Brücken Portos und verbindet „Ribeira“ mit der danebenliegenden Stadtgemeinde Vila Nova de Gaia. Die Brücke hat zwei Ebenen und ist somit vom höhergelegenen und vom unteren Teil der Stadt begehbar.

Auf der Höheren fährt auch eine Straßenbahn. Eine Empfehlung ist es übrigens mit so einer mal zu fahren, da sie historisch sind. Daher ist eine Fahrt mit ihnen eine beliebte Aktivität.

Kommen wir aber nun noch einmal kurz zur Ponte Dom Luís zurück. Sie entstand 1886 und wurde vom Schüler des Eiffelturm-Erbauers Gustave Eiffel konstruiert.                                                      

Tipp: Besonders schön ist sie außerdem bei Nacht, da zu dieser Zeit viele Scheinwerfer und Lichter sie erhellen. Nicht nur die Brücke sondern das gesamte Douroufer von Porto!

                                             

Bewegen wir uns nun einmal über den Fluss, kommen wir, wie bereits angesprochen, nach Vila Nova de Gaia. Hier befinden sich einerseits viele Portweinbrennereien, die auch wenn man ihn nicht konsumiert, eine Besichtigung wert sind. Außerdem findet man dort wunderschöne Aussichtspunkte (port. Miradouro).  Beispielsweise gibt es das Kloster Serra do Pilar. Es ist 500 Jahre alt und wird heute für militärische Zwecke benutzt. Es thront über dem Flussufer und man kann einen Kreuzgang hinaufspazieren. Von oben hat man einen tollen Ausblick über Porto und das Wasser.

Ein zweiter Miradouro, den ich euch noch gerne vorstellen möchte, liegt nicht weit weg vom ersten. Am Beginn des Kreuzganges findet sich über der Straße ein kleiner Park. Er liegt ebenfalls ein Stück über dem Ufer. Und jetzt kommt das Besondere daran: Vor allem im Sommer versammeln sich hier oft viele Menschen, um sich auf die Grasflächen zu setzten und den Sonnenuntergang anzuschauen. Ich war selbst einmal dort und kann sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Der Ausblick und das Ambiente waren super, man muss nur früh genug vor Ort sein um einen guten Platz zu bekomme, da es diese Aktivität sehr beliebt ist.

                                                 

Kommen wir nun zu einem meiner persönlichen Highlights: Dafür müssen wir uns noch einmal in die Stadt bewegen und zwar zur Livraria Lello. Das ist eine Buchhandlung. Sie besteht aus zwei Stockwerken und diese werden von einer gewundenen Treppe mit roten Stufen verbunden. Der Anblick der Treppe, zusammen mit den holzvertäfelten Bücherregalen und der aufwendig gestalten Decke ist fantastisch. Der Eintritt kostet 5-15€, je nachdem welches Ticketmodell man wählt. Gebucht wird online. Geöffnet ist die Livraria täglich von ca. 10-19 Uhr. Es gibt aber Tage wie z.B. den 24.12., an der sie geschlossen ist. Nachteil: Es ist ziemlich voll und die Wartezeiten für den Einlass können sich ebenfalls in die Länge ziehen. Deshalb sollte man möglichst frühe Tickets, beispielsweise um 10Uhr buchen.

FunFact: Die Treppen sollen die Harry Potter-Autorin J.K. Rowling zu den sich bewegenden Treppen in der magischen Schule Hogwarts inspiriert haben.

                                           

Als letzten Punkt möchte ich gerne noch auf die Märkte (port. Mercado)in Porto eingehen. Sie finden nämlich in großen Hallen statt und man kann hier viele verschiedene Lebensmittel usw. kaufen bzw. probieren.

                                                   

Ich hoffe, ich konnte euch Porto  etwas näherbringen und euch ein paar Facetten dieser schönen Stadt zeigen.

Welche Städte bzw. Regionen sollten eurer Meinung noch in den Reiseführer? Und wenn ihr selbst einen tollen Bericht geschrieben habt, schickt ihn uns doch gerne an redaktion.apollo@apian.de

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